Sophia Gruber, Jg. 10, Dunedin, Neuseeland, 1 Jahr

Mein Name ist Sophia Eva Maria Gruber und im Moment mache ich einen neunmonatigen Austausch in Neuseeland, am anderen Ende der Welt. In Deutschland bekommt man nicht besonders viel mit von Neuseeland und das war einer der Gründe, warum es mich so sehr interessiert hat. Ein weiterer Grund dafür, dass ich mir Neuseeland ausgesucht habe, war die atemberaubende Landschaft, die es zu bieten hat. Ich wollte unbedingt in einer Stadt leben, aber gleichzeitig auch nah an der Natur und vor allem dem Meer sein und letztendlich habe ich mich für Dunedin entschieden, eine schöne Stadt am Meer, auf der Südinsel.

Die Schule, auf die ich gehe, die Logan Park High School, gefällt mir sehr gut. Der wohl offensichtlichste Unterschied zu Schulen in Deutschland ist die Schuluniform, die hier jeder tragen muss. Den Gedanken, eine Schuluniform zu tragen, fand ich von Anfang an interessant und auch in der Praxis gefällt es mir noch. Es ist tatsächlich schön, sich nicht jeden Morgen Gedanken darüber machen zu müssen, was man anziehen soll und auch wenn die Uniform nicht die schönste der Welt ist, jeder trägt sie ja.

Aber es gibt auch noch andere Punkte, in denen sich das neuseeländische Schulsystem von dem deutschen unterscheidet: zum Beispiel gibt es viel mehr praktische Fächer zur Auswahl. Es gibt die Möglichkeit, sich vielmehr auf die Bereiche zu fokussieren, die einen wirklich interessieren, was mir sehr gut gefällt. So habe ich zum Beispiel Drama gewählt, wo ich schon unglaublich viel neues gelernt habe, das aber zum Beispiel oft verbunden mit ein paar Spielen, die zum Auflockern dienen und insgesamt eine entspannte Atmosphäre schaffen. Außerdem habe ich Fotografie und Kunst als Fächer gewählt. Das Schöne hier ist, dass die künstlerischen Fächer hier nicht verpflichtend sind, sodass die Schüler in den Kursen deutlich motivierter sind und auch spezifischer gearbeitet werden kann.

Des Weiteren habe ich es schnell geschafft, Freunde zu finden, sowohl unter anderen Austauschschülern als auch unter Kiwis. Mit meiner Gastfamilie hatte ich viel Glück, wir verstehen uns sehr gut. Es ist ein noch eher junges Paar mit einem zweijährigen Sohn und einem kleinen Welpen. Die beiden hatten vorher noch keinen Austauschschüler bei sich und scheinen Spaß daran zu haben, mir die Gegend zu zeigen und fahren auch immer mal wieder zu weiter entfernten Stränden und Orten, was nicht selbstverständlich ist.

Mir aufgefallen, dass ich seit ich hier bin viele neue Dinge ausprobiert habe. Im Oktober war ich beispielsweise zum ersten Mal in meinem Leben Surfen, was mir sehr viel Spaß gemacht hat und ich plane, vor allem im Laufe der Sommerferien öfter zu tun. Und erst gestern bin ich von meinem ersten Mal Wandern zurückgekommen. Auch wenn ich mir anfangs unsicher war, bin ich froh, es gemacht zu haben und Neuseeland ist der perfekte Ort, um wandern zu gehen. Ähnlich verhält es sich auch mit dem gesamten Austausch, natürlich ist nicht alles perfekt und es gibt Punkte, an denen man sehr gestresst ist, aber alles in allem ist es eine einmalige Erfahrung und ich bin sehr froh, hier zu sein.

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