Berufsorientierung trotz(t) Pandemie!

49 Schülerinnen und Schüler der EF ließen sich durch die aktuellen Kontaktbeschränkungen nicht entmutigen und fanden einen Praktikumsplatz für einen 14-tägigen Einblick in die Berufswelt. Welche Erfahrungen sie gesammelt und welche Berufe sie erkundet haben, erfahrt ihr hier!

Auch Kläranlagen brauchen Informatiker

Ich absolviere mein Praktikum bei der Emschergenossenschaft-Lippeverband. Das Unternehmen hat über 1700 Mitarbeiter. Mit so vielen Mitarbeitern gibt es selbstverständlich auch mehrere IT-Abteilungen.

Mir wurde zusammen mit meiner Zusage schon ungefähr gesagt, was ich als Praktikant machen werde, deswegen habe ich mir nicht so viele Gedanken gemacht. Ich hatte allerdings damit gerechnet, in der ein oder anderen Konferenz mitzumachen.

Mit den Konferenzen wurde ich enttäuscht. Allerdings hatte ich einige Online-Telefonate und habe auch viel mit den anderen Funktionen von MS Teams gearbeitet. Das durch die E-Mail angekündigte Erstellen von Schulungsvideos hat sich erfüllt. Und obwohl es am Anfang schwer mit den Videos war, ging es dann nach ein paar Versuchen. Außerdem habe ich ein bisschen mit Word und Excel gearbeitet. Aber nicht Sachen, die jeder kennt und die langweilig sind! Per Word und Excel habe ich zum Beispiel eine Serien-E-Mail geschrieben, die auf alle 1700 Empfänger angepasst war.

Die dort Arbeitenden sind sehr nett und locker, was mir die Arbeitstage deutlich angenehmer macht. Ein Auszubildender hat sogar mal Donuts mitgebracht, als er seine Prüfung bestanden hat.

Außerdem fand ich es schön, auch etwas über Funktionen von Word und Excel zu erfahren, die man in Kombination mit der Schule nicht lernen würde.

Leo Bodenstein

Einblick in die Anästhesie – mehr als einfach nur Spritzen

Ich dachte vor dem Praktikum, die Anästhesie wäre nur Spritzen und Medikamente allgemein. Nach einer Woche kann ich euch sagen, dass dies nicht zu 100% richtig ist. Tatsächlich spielen Spritzen und Medikamente eine große Rolle in der Anästhesie, da jede Narkose aus einem Schmerzmittel, wie zum Beispiel Ketamin und einem Mittel zum Bewusstseinsverlust besteht, wobei Mittel zur Muskelentspannung bei manchen Operationen auch verwendet werden. Es ist jedoch auch sehr wichtig in der Anästhesie, einen kühlen Kopf zu bewahren, wenn es stressig wird. Es kann zum Beispiel vorkommen, dass Patienten während der Operation einen zu hohen Blutdruck haben. Wenn dies der Fall ist, müssen die Anästhesist(inn)en ruhig bleiben und die richtigen Medikamente dagegen finden, damit der Blutdruck wieder reguliert wird. Auch auf die künstliche Beatmung müssen die Anästhesisten achten. Was die Anästhesie außerdem interessant macht, ist die Vorbereitung des Patienten auf die OP. Man versucht, die Patienten zu beruhigen, um anschließend die Narkose einzuleiten.

Ich zum Beispiel war bei Vorbereitungen auf OPs und auch im OP-Saal der Urologie selbst mit dabei. Oftmals wird dort Krebs entfernt, wie zum Beispiel Tumore in der Prostata. Dabei wird die Prostata entfernt und die Lymphknoten, in denen sich der Tumor ausbreitet. In dem Krankenhaus, in dem ich tätig war, benutzt man dafür den sogenannten ,,Da Vinci‘‘. Dies ist ein Roboter, der von dem Arzt gesteuert wird. So muss der Arzt nicht am Patienten selbst operieren. Das war auf jeden Fall das Highlight meines Praktikums! Die Leute dort waren übrigens auch sehr nett und ich könnte mir vorstellen, in diese Richtung später auch etwas zu machen, und rate jedem, der ein Praktikum im Krankenhaus machen will, dies zu tun, da man dort viele neue Erfahrungen sammelt, die so nicht jeder erleben kann.

Diana Schneider

Architekt(in)

Ich habe eine Woche ein einem Architekturbüro verbracht. Angefangen bei Freihandzeichnungen von bereits gebauten Gebäuden über eine selbst entworfene Freihandzeichnung bis zur Planung und Erstellung eines Grundrisses am Computer habe ich alles ausprobieren und machen können. Auch von den Schritten nach der Planung, also alles bezüglich der Bauleitung, konnte ich einen Eindruck bekommen. Insgesamt durfte ich auf drei Baubesichtigungen dabei sein. Auch wenn es für mich nur eine Woche war, hat das Praktikum geholfen, einen ersten Eindruck von der Vielfalt des Architektenberufes zu bekommen. Auch wenn man vielleicht schon vorher eine Vorstellung von dem Beruf hat, bietet einem das Praktikum einen praktischeren und tieferen Eindruck in die Tätigkeit. Ich persönlich fand die Besichtigung von aktuellen Projekten am spannendsten, denn das ist der Zeitpunkt, zu dem die vorangegangene theoretische Planung in die Praxis umgesetzt wird. Ich habe die Möglichkeit bekommen, Hintergründe und Abläufe bei der Planung eines Gebäudes zu verstehen. Durch das Praktikum hat sich mein Wunsch nach einem Architekturstudium bestätigt. Man bekommt aber auch generelle Einblicke in die Arbeitswelt: wie der Umgang miteinander ist, wie zusammengearbeitet wird, was erwartet wird und wie man sich einbringen sollte. Ich kann jedem, der gerne perspektivisch zeichnet, sich für Gebäude und ihre Entstehung sowie das Planen und Entwerfen interessiert, ein Praktikum im Bereich der Architektur nur empfehlen.

Mona Harmjanz

Die Optithek (Augenoptik) – Ein ganz neuer Blickwinkel

Vor dem Beginn meines Praktikums in der Optithek sind mir viele Gedanken durch den Kopf geschwirrt, da ich einen guten Eindruck beim Arbeitgeber erwecken wollte. Doch nach dem ersten Besuch vergeht diese Spannung, da ich mich sehr wohl gefühlt habe und alles geklappt hat.

Während des Praktikums hatte ich die Möglichkeit, einen Sehtest durchzuführen, wo sich auch herausstellte, dass ich ein wenig kurzsichtig bin. Was mich jedoch echt faszinierte, waren die technologischen Geräte, die in wenigen Minuten meine Augen analysieren konnten, obwohl das Auge so kompliziert aufgebaut ist. Ich hatte das Glück, helfen und zusehen zu können, wie eine spezielle Brille für einen Kunden mit Hilfe eines 3D-Druckers gedruckt wurde. Schon nach der ersten Woche wurde mir klar, dass die Technologie in der Optithek unglaublich hoch entwickelt ist, was mir vorher nicht bewusst war. Auch wenn in manchen Momenten keine Kunden da waren, gab es immer etwas zu tun: die Aufträge der Kunden aufschreiben, Gläser und Fassungen bestellen und die individuellen Brillen der Kunden auspacken und sortieren.

Auch interessant waren die ganz jungen Kunden, die gerade ihre erste Brille bekommen. Es gab Fälle, bei denen sich die schlechte Sehfähigkeit auf das Verhalten ausgeprägt hat, welches sich mit Übungen und der richtigen Brille in vielen Fällen behandeln lässt.

Ich hatte viel Freude an meinem Praktikum, da ich viele Dinge gelernt habe und viel informierter über die Möglichkeiten zur Augenanalyse in der Optithek bin.

Lana Selakovic

Ein „todsicherer“ Job – Der außergewöhnliche Beruf eines Bestatters

Ich absolviere mein Praktikum im Beerdigungsinstitut König, um einen Einblick in den Beruf des Bestatters zu gewinnen. Ich gehe mit der Erwartung in das Praktikum, alles über das Aufgabenspektrum eines Bestatters zu erfahren.

Das Praktikum soll mir nicht dabei helfen, meine Angst vor dem Tod zu überwinden, sondern der Beruf des Bestatters ist wichtig, um den Angehörigen einen schönen Abschied von einer geliebten Person zu ermöglichen. Zudem finde ich es wichtig, dass die Betroffenen in dieser schwierigen Lebenssituation jemanden an ihrer Seite haben, der sie unterstützt.

Meine Erwartungen wurden während des Praktikums alle erfüllt. Zwischen den Angehörigen und den Bestattern besteht meist ein vertrautes Verhältnis, was oftmals dazu führt, dass der Verlust einer geliebten Person besser verarbeitet werden kann. Mich hat überrascht, dass zwischen den Mitarbeitern des Bestattungsinstitutes ein fröhliches und belebtes Miteinander herrscht, obwohl sie ständig mit dem Tod konfrontiert sind.

Die einzelnen Arbeitstage im Bestattungshaus sind immer unterschiedlich. Es gibt allerdings tägliche Aufgaben wie zum Beispiel Sterbefallaufnahmen, Trauergespräche führen, Sterbevorsorgen abschließen, die hygienische Versorgung der Verstorbenen und Beerdigungen planen und diese vorzubereiten.  Am wichtigsten ist dabei, die Wünsche der Angehörigen und des Verstorbenen zu beachten.

Ich durfte bei jeder Aufgabe mithelfen, dazu zählt zum Beispiel die Mitgestaltung der Traueranzeigen in Zeitungen, das Abholen der Totenscheine und das Einsortieren der Dokumente zu dem passenden Sterbefall. Nachdem die Verstorbenen von dem Sterbeort abgeholt werden, werden sie hygienisch versorgt, dazu zählen eine Waschung und eine kosmetische Behandlung im Rahmen der hygienischen Totenversorgung. Damit wird versucht, ein würdevolles Erscheinungsbild eines Verstorbenen zu erhalten oder wiederherzustellen.

Der Tod ist oftmals ein Tabuthema, so hatte ich auch ein seltsames Gefühl vor dem ersten Anblick eines Verstorbenen, weil es eine ungewohnte Situation für mich war, die für immer in meinen Erinnerungen bleiben wird. Letztendlich lag der Verstorbene ganz friedlich in einem Sarg und sah nicht traurig aus. Für mich war merkwürdig, dass man keine Atemzüge gesehen hat und sich die Farbe der Haut verändert hatte.

Aus dem Praktikum nehme ich viele spannende Erfahrungen mit; dazu zählt zum Beispiel, dass der Beruf viele verschiedene Kompetenzen verlangt, da das Aufgabenfeld des Bestatters so vielfältig ist. Vor allem ist aber für mich wichtig, dass die Bestatter einen großen Teil zur Trauerbewältigung beitragen und die Angehörigen in schwierigen Lebenssituationen wie dem Tod eines geliebten Menschen begleiten.

Hannah Smuda

Konditor(in) – aus Zutaten wird ein kleines Kunstwerk

Am Montag, den 21. Juni 2021, begann mein Praktikum in der Konditorei Werntges, Traumtorten. Davor war ich sehr nervös und aufgeregt, aber ich habe mich auch gleichzeitig gefreut.

Am Anfang wurden mir alle Mitarbeiter(innen) vorgestellt und die ganzen Stationen gezeigt, die eine Torte durchlaufen muss, bevor sie fertig ist. Ich hätte nicht gedacht, dass jeder Schritt bis zur fertigen Torte von jemand anderem gemacht wird.

Da wir mehrere Praktikant(inn)en waren, habe ich in der ersten Woche im Modellierraum geholfen. Dort werden die Torten mit Marzipan oder Fondant eingedeckt und dekoriert. Meine erste Aufgabe dort war es, minikleine Blümchen aus Fondant auszustechen, was viel anstrengender war, als es sich anhört. Später durfte ich aber auch mal eine Torte eindecken, was mir erstaunlicherweise total gut gelungen ist. Diese Torte durfte ich im Anschluss auch noch mit vielen bunten Blümchen dekorieren, was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Am coolsten im Modellierraum fand ich die „Ausrollmaschine”, damit der Fondant gleichmäßig ausgerollt wird.

Mich hat überrascht, wie viele Torten am Tag dort gemacht werden und mich hat erstaunt, dass die Torten trotz des Zeitdrucks alle wunderschön werden. Jede einzelne ist ein kleines Kunstwerk.

Bevor ich mein Praktikum angefangen habe, dachte ich, dass es gar nicht so anstrengend sein kann, eine Torte zu backen, aber da habe ich mich ein wenig geirrt, denn am Ende des Tages war ich immer fix und fertig.

Trotzdem kann ich nach der ersten Woche sagen, dass es mir großen Spaß gemacht hat und ich freue mich schon auf die zweite Woche, um zu sehen, wie die Torten gebacken und die Füllungen hergestellt werden.

Maja Kinder

Maschinenbau – Wilhelm Winter

Die erste Woche meines Praktikums war sehr interessant. Ich habe in der Produktionshalle gearbeitet, zuerst in der Rotoren-Abteilung und dann an einer CNC-Maschine. In der Rotoren-Abteilung (Ausrichtung von Antennen und Satelliten) durfte ich ein bisschen an der Bohrmaschine arbeiten und auch per Hand Gewinde schneiden. Dann, in der zweiten Hälfte der Woche, habe ich an der CNC-Maschine geholfen. Dies hat mir auch sehr gefallen, da man nicht nur praktische Arbeit hatte, sondern auch theoretische. Zuerst musste man das Werkstück abmessen und alles in den Computer eingeben. Danach musste man sehr viel 3D denken, da man bestimmen musste, wie die Maschine jetzt am Werkstück langfährt. Der Rest war automatisch.

Die erste Woche hat mir sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon riesig auf die zweite.

Lukas Fischer

Gastronomie – Mehr als nur ein Nebenjob?

Ich durfte mein Praktikum im Berghotel Malta im Maltatal (Kärnten, Österreich) absolvieren. Dabei bin ich mit viel Motivation und Freude an das Praktikum herangegangen, da es mich schon immer interessiert hat, wie so ein großer Betrieb wie ein Hotel arbeitet. Während der Arbeitstage wurde mir dies auch von dem sehr netten Personal gezeigt. Dabei durfte ich am ersten Tag schon im Bereich Service arbeiten. Hier wurden mir grundlegende Dinge für das Kellnern und die Vorbereitung und Pflege des Essbereiches gezeigt. Letztendlich lernte ich auch direkt, wie anstrengend es im Bereich Service sein kann, aber dies nahm ich gerne in Kauf, da ich viele neue und nette Personen kennengelernt habe. Somit bildete ich mich nicht nur im Bereich der Gastronomie weiter, sondern auch in der Kommunikation, da ich auch mit Menschen in Kontakt kam, die weder Englisch noch Deutsch sprachen. Somit musste ich auch selbst Lösungen finden, um solche Barrieren zu überwinden. Darüber hinaus lernte ich außerdem noch die österreichische Kultur und die naheliegende Kölnbreinsperre näher kennen. Abschließend kann ich sagen, dass ich durch das Praktikum nicht nur Fähigkeiten für das Berufsfeld erlernt habe, sondern auch Fähigkeiten und Werte, die sich auch im späteren Leben als nützlich erweisen könnten.

Noah Primig

Praktikum beim Rechtsanwalt

Ich mache ein Praktikum bei einer Rechtsanwaltskanzlei in Berlin. Als ich mit dem Praktikum begonnen habe, war ich mir nicht sicher, was ich bei so einem Praktikum machen könnte. Jedoch konnte ich bislang einen sehr guten Eindruck davon gewinnen, was ein Rechtsanwalt so macht und was in einer Kanzlei passiert. In dieser Kanzlei werden nicht, wie man sich das vielleicht vorstellt, irgendwelche Straftäter verteidigt, sondern es geht meistens eher um Vertragsrecht oder Wettbewerbsrecht. Um einen Eindruck von der wirklichen Arbeit eines Anwalts zu bekommen, durfte ich mir die Akten von mehreren gerade laufenden Fällen ansehen und mit dem Anwalt dann auch sogar in das Gericht gehen. Dabei war es sehr interessant und spannend zu sehen, wie so eine Verhandlung abläuft, vor allem, wenn man den Hintergrund schon kennt: Erst einmal sind die Räume, in denen ein Gerichtstermin stattfindet, gerade mal so groß wie ein Klassenzimmer und im Landgericht Berlin gibt es Hunderte von diesen Gerichtssälen. Außerdem ziehen beide Seiten, also die Verteidiger der Kläger und der Beklagten eine Robe an, bevor die Verhandlung durchgeführt wird. Leider wird am Ende der Verhandlung oft nicht direkt das Urteil gesprochen, so dass man meistens nur einschätzen kann, ob man gewonnen oder verloren hat. Auf der anderen Seite durfte ich auch einen Tag in die Poststelle, wo die ganze Post ausgepackt, sortiert und gescannt wird. Den Arbeitsalltag eines Rechtsanwalts finde ich spannend, jedoch bekomme ich auch mit, dass viele dort sehr lange arbeiten, da man sehr viel zu tun hat. Insgesamt ist das Praktikum sehr interessant, da ich viele verschiedene Eindrücke bekomme. Ich habe Glück, dass ich bei so vielen Gerichtsterminen dabei sein kann.

Eric Voßbeck

Praktikum in der Sparkasse – an Erlebnissen wird nicht gespart

Ich habe mein Praktikum in der Sparkasse Essen verbracht, um den Berufsalltag eines Bankkaufmanns kennenzulernen. Zu Beginn war ich sehr gespannt, was mich erwartet, doch als ich mich schließlich etwas eingelebt hatte, hat sich die Aufregung schnell gelegt.

Während meiner Praktikumszeit habe ich die verschiedenen Tätigkeiten innerhalb einer Bankfiliale kennengelernt. Dazu gehörte zunächst einmal der Kundenservice, also Ein- und Auszahlungen von Bargeld, Überweisungen, aber auch Hilfe bei Problemen mit Konten und anderen Dingen.

Eine weitere wichtige Tätigkeit in einer Bank sind die Kundengespräche. Hierbei war ich zum Beispiel in verschiedenen Beratungsgesprächen mit dabei und habe gelernt, wie diese häufig ablaufen. Dabei wird in verschiedenen Schritten gemeinsam geschaut, in welcher Situation sich der jeweilige Kunde befindet, etwa, ob er gerade studiert oder anfängt zu arbeiten und wie er daher finanziell aufgestellt ist und welche Investitionen er in Zukunft plant. Dies dient dem Berater dazu, möglichst viel über seinen Kunden zu erfahren und ihn daher optimal zum Beispiel dahingehend beraten zu können, welche Kontenmodelle am besten zu ihm passen. Ein solches Beratungsgespräch wird in der Regel etwa einmal im Jahr mit einem Kunden geführt. Darüber hinaus gibt es natürlich auch Gespräche zu bestimmten Anliegen des Kunden, wie zum Beispiel bei Problemen mit Konten usw.

Andere kleinere Aufgaben, die es zu erledigen gab, waren unter anderem das Einsortieren von Kundenakten, das Leeren der Bankautomaten von eingezogen Karten und Kontoauszügen oder auch mal das Schreddern von bestimmten Unterlagen und Bankkarten.

Insgesamt fand ich mein Praktikum sehr interessant, da ich viele neue Dinge gelernt habe, und kann es daher allen weiterempfehlen, die über eine Ausbildung zu Bankkaufmann/-frau nachdenken oder auch einfach mal daran interessiert sind, wie es so in einer Bankfiliale abläuft.

Johannes Röhrig

Spiele, Bewegung und Kreativität – Mein Praktikum im SPZ Essen-Borbeck

Mein Praktikum im Sozialpsychiatrischen Zentrum (SPZ) in Essen-Borbeck startete in der Tagesstätte, wo ich mich direkt der ersten Herausforderung stellen musste. Denn wie alle anderen Praktikant(inn)en erwartete mich die traditionelle Tischtennisprüfung. Nach verschwitztem Hin und Her kamen die Klient(inn)en zu dem Schluss, dass ich zwar mehr zwischen Vor- und Rückhand wechseln sollte, aber trotzdem eine passable Gegnerin war. Danach durfte ich den Alltag der Tagesstätte des sozialpsychiatrischen Zentrums kennenlernen: Angefangen bei der Teilnahme an der Morgenrunde über die Beteiligung an Kreativ- und Sportangeboten lernte ich sowohl die Klient(inn)en als auch die verschiedenen Tagesaktivitäten im SPZ kennen.

Durch die Pandemie war mir stark bewusst geworden, wie bedeutend Bewegung für die eigene psychische und physische Gesundheit ist, weshalb ich persönlich auch ausgesprochen gerne an den Bewegungsangeboten teilgenommen habe. Grundsätzlich war ich sehr beeindruckt von der Vielfalt der Angebote (Kochen, Basteln, Gedächtnis- und Konzentrationstraining, Spielegruppen, Yoga, Gesprächsgruppen etc.), die sowohl in der Tagesstätte als auch der Beratungs- und Kontaktstelle des Sozialpsychiatrischen Zentrums stattfinden. In den letzten beiden Tagen durfte ich nämlich neben der Tagesstätte ebenfalls die Beratungs- und Kontaktstelle kennenlernen. Überall ist mir sofort aufgefallen, wie offen mir die Klient(inn)en begegneten und wie herzlich ich von den Mitarbeiter(inn)en aufgenommen wurden, die sich immer Zeit für mich genommen, mir vieles erklärt und verständnisvoll meine Fragen beantwortet haben. Und so bin ich sehr begeistert von meiner ersten Praktikumswoche, die mir einen spannenden Einblick in einen wichtigen Bereich der psychiatrischen Versorgung ermöglicht hat.

Ich bin sehr dankbar, dass ich trotz der Schwierigkeiten durch die Coronapandemie diese Gelegenheit erhalten habe, und freue mich schon sehr auf die zweite Woche, in der sich meine Fähigkeiten im Tischtennis vielleicht noch ein bisschen verbessern werden und die eine oder andere Skip-Bo-Partie gespielt wird.

Isabel Breitfeld

Innenarchitektur – mehr als nur eine weiße Wand

Ich habe mein zweiwöchiges Praktikum bei einem Innenarchitekten in Düsseldorf gemacht. Interessiert hat mich das Berufsfeld und die Architektur schon immer.

Ich habe innerhalb kürzester Zeit gelernt, wie man Wohnungen ideal aufteilt und den Platz im Raum am besten nutzt. In den zwei Wochen habe ich Pläne für die unterschiedlichsten Wohnungen und Häuser entworfen, Möbel designt, Lichtpläne entworfen und unglaublich viele Moodboards für einzelne Räume erstellt. Aus einem Grundkonzept für die ganze Wohnung sind kleinere Entwürfe für die Zimmer geworden. Die Materialsuche für die Räume war das eigentlich Kreative. Ich habe die verschiedensten Natursteine, Wandfarben, Stoffe und Bodenbeläge kennengelernt. Die üblichen Maße für Standardmöbel und Grundbegriffe sind einfach zu merken und dann direkt anzuwenden. Man muss sich in jedem Fall gut an die einzelnen Kunden anpassen können und für jeden etwas Individuelles planen. Es ist ein absoluter Traumberuf, weil man sich unfassbar schnell weiterentwickeln kann und seine Kreativität stetig fördert.

Carlotta Weigelt

Berufsorientierung im Unterricht – mal in Virtual Reality!

Nicht alle Schüler(innen) hatten das Glück, während der Pandemie einen Praktikumsplatz zu ergattern. Aber auch im Unterricht gab es Gelegenheit, verschiedene Berufsfelder kennenzulernen. Mit den VR-Brillen des Projektes „Dein erster Tag“ des Sozialunternehmens Studio2B GmbH aus Berlin erhielten die Schüler(innen) Einblick in eine Auswahl aus 120 verschiedenen Berufsfeldern.

Wir haben die VR-Brillen im Unterricht ausprobiert und es war sehr spannend und auch hilfreich, Einblick in neue Berufe zu bekommen. Es gibt wirklich eine gute und umfangreiche Auswahl an Ausbildungsberufen und auch Studiengängen. Ein solcher 360°-Grad-Film lässt einen denken, man sei wirklich real dort, und alles ist viel anschaulicher und auch besser zu verstehen und nachzuvollziehen. In jedem Berufsfeld wurde einem ca. vier Minuten lang Einblick gegeben in die Ausbildung des Berufes, den Alltag im Beruf und auch wie man mit den Kunden im jeweiligen Feld umzugehen hat. So wurden alle wichtigen Kriterien dargestellt, wodurch man gut erkennen konnte, ob der jeweilige Beruf zu einem passt oder nicht. Dabei fühlte man sich, als sei man als Beobachter wirklich in der Situation dabei.

Celina Kelm

Kinder bespaßen und gute Laune verbreiten – kann doch jeder?

Ich habe mein Praktikum in einer Kindertagesstätte absolviert. Ich habe diesen Praktikumsplatz gewählt, da es mir Spaß macht, mit anderen Menschen zu arbeiten und ich Kinder sehr mag. Ich bin davon ausgegangen, dass man im Kindergarten nur Spiele spielt, aber so war es nicht.

In diesem Kindergarten hat man keine Gruppen, sondern Kinder von 3 bis 5 spielen und machen alles zusammen. Die ersten Kinder kommen schon um 8 Uhr und haben die Möglichkeit, mit den anderen Kindern zu frühstücken. Falls die Kinder keinen Hunger haben, können sie direkt verschiedene Räume besuchen. Es gibt vier Räume, den „Bauraum“, den „Sprachraum“, das „Atelier“ und den „Forscherraum“. Jeder Raum hat eine(n) jeweilig zugeordnete(n) Erzieher(in). Ich war meistens im Sprachraum, dort habe ich mit den Kindern gespielt und viele Gespräche geführt. Außerdem saß dort immer eine Frau, die festgehalten hat, wie sich die Kinder weiterentwickeln. Darüber hinaus gibt es einen Psychologen, der sich mit den Kindern unterhält, die sich nicht wohlfühlen bzw. die sich nicht gut verständigen können, sei es wegen der Sprachbarriere bei Kindern mit Migrationshintergrund oder einer Scham zu sprechen.

Etwa um 12 Uhr gibt es Mittagessen, Kinder decken und räumen alles selbständig auf. Wenn ein Kind fertig gegessen hat, zieht es ein Bild von einem Kind, welches dann essen gehen kann, damit nicht alle gleichzeitig essen. Vor dem Mittagessen gibt es immer einen schönen Spruch. Anschließend haben die Kinder die Möglichkeit, rauszugehen oder in die Turnhalle zu gehen, in dieser Zwischenzeit habe ich eine Stunde Pause. Um 14 Uhr darf ich dann nach Hause. Was mich total begeistert hat, ist, dass die Kinder sehr selbständig sind und dass die Erzieher(innen) sehr freundlich sind.

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Erzieher(innen) keinen leichten Job haben, da sie nicht nur spielen, sondern die Kinder erziehen und viel Zeit investieren. Zu sagen, dass Erzieher(innen) es leicht haben, stimmt meiner Meinung nach nicht.

Evelyn Morochnik

So ein Theater mit den Parkbänken!

Parkbänke im Theater? Klingt im ersten Moment zugegebenermaßen etwas seltsam. Im Parkbanktheater an der Niebuhrg in Oberhausen ist aber genau das Realität. Die Zuschauer sitzen dort während der Vorstellung auf (logischerweise) Parkbänken. Und da sich das Parkbanktheater unter freiem Himmel befindet und die Vögel von den Bänken ebenfalls sehr angetan sind, gehört es zu meinen Aufgaben, die Bänke vor jeder Vorstellung von Vogeldreck zu befreien. Wenn dann etwas später die Zuschauer eintreffen, wollen Karten abgerissen und Corona-Regelungen erklärt werden. Aber auch unter der Woche, wenn keine Vorstellungen sind, gibt es Einiges zu tun: Zum Beispiel müssen Lager aufgeräumt, neue Scheinwerfer installiert oder die Lichttechnik für den Abend eingestellt werden. Langeweile kommt hier also nie auf. Und natürlich kommt neben der Arbeit auch der Spaß nicht zu kurz. Ob lustige Gespräche während des gemeinsamen Frühstücks oder scherzhafte Kommentare, wenn die Technik mal wieder ihren eigenen Kopf hat, die Atmosphäre im Theater ist immer freundlich und locker, so dass man jeden Tag aufs Neue gerne zur Arbeit geht.

Paula Heidecke

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