Wie kann Design das Leben anderer Menschen bereichern? Dieser Frage gingen die Schülerinnen und Schüler des Kunst-Sozialwissenschaften-Kurses im Rahmen eines besonderen Service-Learning-Projekts nach. Das Projekt wurde mit Unterstützung der Ehrenamtagentur in Essen-Rüttenscheid durchgeführt und verband die curricularen Inhalte der Unterrichtsreihe zum Produktdesign mit sozialem Engagement.
Zehn Seniorinnen aus den kooperierenden Pflegeeinrichtungen St. Andreas Quartier und St. Martin Seniorenzentrum in Rüttenscheid arbeiteten eng mit den Jugendlichen zusammen. Bei ersten Besuchen in den Seniorenheimen erhielten die Neuntklässlerinnen und Neuntklässler Einblicke in den Alltag der Bewohnerinnen. Schnell entwickelten sich persönliche Gespräche, in denen die Seniorinnen aus ihrem Leben erzählten und von ihren Interessen, Erfahrungen und individuellen Bedürfnissen berichteten.
Auf dieser Grundlage entwickelten die Jugendlichen in Dreiergruppen jeweils ein individuelles Produkt für eine Seniorin. Während des gesamten Designprozesses fanden weitere Treffen statt, in denen Ideen besprochen, Entwürfe angepasst und Wünsche berücksichtigt wurden. So entstanden Produkte, die optimal auf die jeweilige Nutzerin zugeschnitten waren und die ästhetische, pragmatische sowie symbolische Funktion eines Designobjekts erfüllten.
Was anfangs für viele ungewohnt war, entwickelte sich schnell zu einer herzlichen Zusammenarbeit voller Nähe, Sympathie und gegenseitiger Wertschätzung. Die bewegenden Begegnungen machten das Projekt für alle Beteiligten zu einer außergewöhnlichen Erfahrung. Die Schülerinnen und Schüler lernten nicht nur viel über das Leben im Alter, sondern auch darüber, wie professionelle Designprozesse funktionieren.
Ein ganz herzlicher Dank gilt allen Seniorinnen, die sich auf dieses Projekt eingelassen haben, und den Leiterinnen Frau Ritter vom Seniorenzentrum St. Martin und Frau de Buhr vom St. Andreas Quartier Dank für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung!
Ein großes Dankeschön geht zudem an Frau Landes und Frau Mulatu von der Ehrenamtagentur, die dazu ermutigt haben, schulisches Lernen durch die Methode des Service Learnings mit gesellschaftlichem Engagement zu verbinden.
Auch der Schulleitung und dem Kollegium sei für ihre Flexibilität und ihr Verständnis bei der Umsetzung des Projekts herzlich gedankt.
Nicht zuletzt haben die Schülerinnen und Schüler mit ihren kreativen Ideen, ihrem Engagement und ihrer Bereitschaft, sich auf neue Erfahrungen einzulassen, maßgeblich zum Gelingen des Projekts beigetragen!
Mascha Fahrnbach



