Carlotta Diehl, Jg. 10, Montreal, Kanada, 6 Monate

Ende August 2017 flog ich nach Montreal, um in einer kleinen Vorstadt das nächste Halbjahr zu verbringen. Montreal liegt in Quebec, dem französischen Teil Kanadas. Die meisten Leute hier können nur Französisch und wenig Englisch. Es unterscheidet sich außerdem stark vom restlichen Kanada, es gibt eigene Gesetze, Steuern und Schulen. Montreal liegt an der Grenze zu Ontario und ist daher sehr bilingual. Alle Schilder, Etiketten etc. sind immer Englisch und Französisch bedruckt und meine Freunde reden oft eine Mischung aus Englisch und Französisch.

Da ich meinen Austausch bilingual gestalten wollte, habe ich mir eine englische High-School ausgesucht. Die Schule ist riesig, da es nur wenige englische Schulen gibt. Ich gehe in die Abschlussklasse für das internationale Abitur (IB) und es gefällt mir sehr. Der Schulstoff unterscheidet sich stark von dem in Deutschland und man macht Schulthemen sehr lange und ausführlich. Außerdem gibt es zahlreiche AGs und Sportteams, wo man sich nach der Schule engagieren kann.

Ich wohne in einer Gastfamilie die ausschließlich Französisch spricht und sehr typisch kanadisch lebt. Ich habe zwei Gastschwestern (23; 28), wovon nur noch die Jüngere zuhause lebt. Meine Gastfamilie unterscheidet sich sehr stark von meiner richtigen Familie, weshalb ich anfangs Schwierigkeiten hatte und wegen des kanadischen Französisch was sich viel von dem aus Frankreich unterscheidet, war es anfangs schwer für mich mit ihnen zu reden. Mittlerweile habe ich mich aber eingelebt und kann mich gut verständigen.

Die Wochenenden verbringe ich meistens in Montreal, wo ich mit meinen Freundinnen durch die zahlreichen Geschäfte und Cafés gehe und sie mir die Stadt zeigen.  Besonders gefällt mir, dass Montreal eine sehr künstlerische Stadt ist. Überall stehen kleine Kunstwerke und man kann immer etwas Neues entdecken. Der Mont-Royal Berg, mitten in Montreal ist mein Lieblingsplatz, von seiner Spitze hat man einen tollen Blick über die ganze Stadt (siehe Bild).

Insgesamt gefällt es mir sehr gut und ich werde die verbleibende Zeit bis Ende Januar noch sehr genießen.

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