RÜ-Street-Art-Projekt 2026: Kunst für den Stadtteil

Bereits zum sechsten Mal gestalteten Schülerinnen und Schüler des Maria-Wächtler-Gymnasiums Stromkästen rund um die Rüttenscheider Straße. Am 2. und 3. Juli 2026 verwandelten Jugendliche des Kunst-Sozialwissenschaften-Kurses der Jahrgangsstufe 9 sowie des Q1-Grundkurses Kunst graue Schaltkästen in farbenfrohe Kunstwerke und setzten damit sichtbare Akzente im öffentlichen Raum.

Die künstlerischen Arbeiten entstanden im Unterricht. Im Fach KuSo dienten Farben, Muster und Strukturen der jeweiligen Standorte als Ausgangspunkt eines kreativen Abstraktionsprozesses. Daraus entwickelten die Schülerinnen und Schüler eigenständige Bildkompositionen, die charakteristische Merkmale der Umgebung aufgreifen und neu interpretieren. Der Q1-Grundkurs setzte sich mit Street-Art als Ausdrucksform im öffentlichen Raum auseinander und schlug zugleich eine Brücke zur Kunstgeschichte: So entstanden ortsbezogene Motive im Stil Vincent van Goghs – etwa eine Neuinterpretation des Nachtcafés, die das lebendige Nachtleben Rüttenscheids aufgreift.

Das Projekt steht beispielhaft für den pädagogischen Ansatz des Service-Learnings, der fachliches Lernen mit gesellschaftlichem Engagement verbindet. Die Schülerinnen und Schüler wenden ihre im Unterricht erworbenen künstlerischen und gestalterischen Kompetenzen in einem realen Kontext an und übernehmen Verantwortung für die Gestaltung ihres Stadtteils. So wird Schule zum aktiven Teil des Gemeinwesens: Lernen erhält einen konkreten gesellschaftlichen Bezug, stärkt Partizipation und zeigt, wie kreatives Handeln den öffentlichen Raum bereichern kann.

Wir danken allen Projektpartnern und Unterstützenden, die die Umsetzung des RÜ-Street-Art-Projekts 2026 ermöglicht haben: Rolf Krane von der IG Rüttenscheid, Westnetz und Farbenhandel Hermann Schulte.

Mascha Fahrnbach, Inga Simon, Emma Bruns

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